15.12.2017

Bundesrechnungshof-Gutachten könnte eine Chance sein

Auf die Rüge des Bundesrechnungshofes, der geplante 6-streifige Ausbau der A8 sei unnötig und zu teuer, reagierten prominente Befürworter in gewohnt ignoranter Weise. MdL Klaus Steiner nannte die Rüge einen "Schildbürgerstreich“ (Traunsteiner Tagblatt 14.12.17). Marlis Huber antwortete mit folgendem Leserbrief: 110 Millionen Euro verschwendete Steuergelder durch einen Ausbau der A8 vom Chiemsee bis zum Walserberg, so lautet das Urteil des Bundesrechnungshofes nacheingehender Prüfung der Daten und Fakten. Jedoch interessiert dies MdL Kaniber und MdL Steiner nicht. Mit bereits widerlegten Argumenten halten sie weiter an dem überflüssigen Maximalausbau fest. 
110 Millionen Euro verschwendete Steuergelder durch einen unnötigen sechsstreifigen Ausbau der A8 vom Chiemsee bis zum Walserberg, so lautet das Urteil des Bundesrechnungshofes nacheingehender Prüfung der Daten und Fakten. Jedoch interessiert dies MdL Kaniber und MdL Steiner nicht. Mit bereits widerlegten Argumenten halten sie weiter an dem überflüssigen Maximalausbau fest. 
110 Millionen Euro! – Nur ein Bruchteil dieser Summe würde reichen, das Angebot bei Bussen und Bahnen in unserer Region wesentlich zu verbessern. Tausende von Pendlern, die tagtäglich auf der A8 unterwegs sind und Menschen, die kein Auto besitzenDa, würden davon profitieren. 
Kurze Abstände bei den Abfahrtszeiten, keine langen Wartezeiten bei den Anschlussverbindungen, ein einheitliches und übersichtliches Tarifsystem, ja vielleicht sogar ein Verkehrsverbund könnten zum Vorteil der Bürger und der Umwelt realisiert werden. In der Schweiz funktioniert dies bereits. Aber dazu müsste Geld vom Straßenbau umgeleitet werden und dazu gehört politischer Wille.
Der Klimawandel, der unverantwortlich hohe Flächenverbrauch in Bayern, hohe Lärm- und Schadstoffbelastungen für die Menschen, das dramatische Schrumpfen der Artenvielfalt sollten aber Gründe genug sein für eine enkeltaugliche Verkehrspolitik. Das Gutachten des Bundesrechnungshofes könnte eine Chance sein endlich umzusteuern, anstatt weiter Verkehrskonzepten aus der Mottenkiste anzuhängen.

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