Fakten

08.07.2012

Flächenverbrauch bei den verschiedenen Ausbauvarianten der A8

Flächenverbrauch bei den verschiedenen Ausbauvarianten der A8
Ausbaustrecke von Rosenheim bis zur Landesgrenze: ca. 60 km
Bestand: ca. 21km (Rosenheim bis Siegsdorf) mit einer Breite von 21 m ≈ Fläche von 44 ha
ca. 9 km (am Chiemsee) mit einer Breite von 28m ≈ Fläche von 25 ha
ca. 30 km (von Siegsdorf bis zur Landesgrenze) mit einer Breite von 17m ≈ Fläche von 51 ha
insgesamt: 120 ha „verbaute“ Fläche
(172 Fußballfelder)
Neuer (zusätzlicher) Flächenverbrauch der einzelnen Varianten:
4+2 mit 28 Meter durchgehend von RO bis Grenze (Vorschlag der Bürgerinitiativen) ≈ Fläche von 48 ha
6+2 mit 36 Meter durchgehend von RO bis Grenze (geplanter Ausbau) ≈ Fläche von 96 ha
4+2 mit 32 Meter (Variante mit zuschaltbarem Standstreifen) ≈ Fläche von 72 ha (50% mehr wie 4+2)
d.h der Flächenbedarf für einen 6-spurigen Ausbau liegt um genau 100% (oder doppelt so hoch) über der Variante mit
4 Spuren + 2 Standstreifen mit 28 Metern Breite!
Woher kommt dann die Aussage:
„ Die Flächenersparnis beim 4-streifigen Ausbau beträgt lediglich 6% oder 4 Meter gegenüber dem 6-spurigen Ausbau“ ?
Beim Vergleich der Autobahndirektion wird nicht die Breite von 28 Metern sondern immer die Variante 4+2 mit 32 Meter und zuschaltbarem
Standstreifen herangezogen. Dabei wird ein Flächenbedarf von 3,35 ha/km veranschlagt (entspricht einer durchschnittlichen
Breite von 33,5 Metern wegen zusätzlicher Nothaltebuchten sowie Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen). Bei dieser Betrachtungsweise
wird die gesamte Autobahnbreite von 36 Metern (17 bis 28 Metern Breite bestehen ja bereits) als 100% angesetzt und mit
33,5 Metern Breite verglichen. Dabei kommt die Autobahndirektion auf einen Wert für die „Flächenersparnis“ von „nur 7%“ (nicht 6%).
Ist diese Betrachtungsweise fair und zulässig für eine objektive Aussage?

Über das Für und Wider der unterschiedlichen Ausbauvarianten wird viel diskutiert. Wir stellen daher nun einmal die Argumente gegenüber und zeigen den Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit ...

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Das Merkblatt zum Ausdrucken und Auslegen finden Sie hier

Wichtiger Hinweis: was sich wie die Geschichtensammlung des Barons von Münchhausen liest, sind "Argumente", die von den Befürwortern des Totalausbaus und zahlreichen regionalen und überregionalen Politikern tagtäglich als Entscheidungsgrundlage für den 6+2-Ausbau heran gezogen werden. Deshalb sind wir alle gefordert, unseren Standpunkt eindeutig und vehement auch in Zukunft zu vertreten. In diesem Sinne: "4+2 = genug!"

 

 

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